Tischtennis

Weiting Deng wird Fünfter beim Bundesfinale der Mini-Meisterschaften

Starker Auftritt in Hannover

Weiting Deng ganz oben in der Mitte: selbstbewusst beim Gruppenfoto der 18 Verbandssieger des Bundesfinales in Hannover.


Vom Freitag, 12. Juni, bis Sonntag, 14. Juni, wurde in Hannover das Bundesfinale der mini-Meisterschaften ausgetragen – und mittendrin: Weiting Deng von der TGS Vorwärts Frankfurt. Nach seinem Titel bei den Hessischen mini-Meisterschaften hatte sich Weiting für die deutsche Endrunde qualifiziert und durfte sich dort mit den besten Nachwuchsspielern aus ganz Deutschland messen.

Allein die Qualifikation war bereits ein großer Erfolg: Rund 40.000 Kinder hatten bundesweit an den mini-Meisterschaften teilgenommen. Für das Bundesfinale qualifizierten sich schließlich die 18 Verbandssieger der 18 Tischtennisverbände in Deutschland. Weiting beendete dieses Turnier auf einem hervorragenden 5. Platz – und war damit am Ende Fünfter.

Ein Turnier auf höchstem Niveau

Gespielt wurde in zwei Neunergruppen. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizierten sich für das Halbfinale, die Gruppendritten spielten anschließend um Platz 5. Im Nachhinein zeigte sich, dass Weiting in der vermutlich stärkeren Gruppe gelandet war. Gerade die Spieler auf den Plätzen 1 bis 6 lagen leistungsmäßig sehr eng beieinander – an diesem Wochenende entschieden oft nur wenige Punkte über Halbfinale, Podest oder Platzierungsspiel.

Weiting startete zunächst etwas nervös in das Turnier. Gleich im ersten Spiel wartete einer der späteren Finalisten. Im ersten Satz führte Weiting bereits mit 9:6 und hatte mehrere Chancen, den Satz für sich zu entscheiden. Auch im dritten Satz war er gut im Spiel, musste sich am Ende aber dennoch geschlagen geben. Es war eine vermeidbare Niederlage, aber zugleich auch ein früher Hinweis darauf, wie eng das Feld an diesem Wochenende zusammenlag.

Danach fand Weiting immer besser ins Turnier. Er gewann drei Spiele in Folge und zeigte dabei genau die Stärken, die ihn schon auf den vorherigen Ebenen ausgezeichnet hatten: viel Einsatz, starke Körperspannung, hohe Konzentration und ein außergewöhnlich gutes Aufschlagspiel.

Das vielleicht beste Aufschlagspiel des Turniers

Eine seiner großen Stärken in Hannover: Weitings variantenreiches und schwer zu lesendes Aufschlagspiel.


Besonders auffällig war Weitings Aufschlagspiel. Über das gesamte Wochenende hinweg konnte man beobachten, dass seine Aufschläge vielen Gegnern große Probleme bereiteten. Platzierung, Schnitt und Variation waren auf einem sehr hohen Niveau. Es war gut zu sehen, dass sich die intensive Vorbereitung auf das Bundesfinale gelohnt hatte.

Auch technisch zeigte Weiting im Vergleich zu den vorherigen Runden der Mini-Meisterschaften noch einmal sichtbare Fortschritte. Er wirkte stabiler, bewegte sich besser zum Ball und spielte in vielen Situationen mit deutlich mehr Körperspannung und Entschlossenheit.

Das Schlüsselspiel: knapp, dramatisch und mit bitterem Moment

Nach drei Siegen in Folge kam es zu einem der entscheidenden Gruppenspiele. Der Gegner war einer der wenigen Spieler, die mit Weitings starkem Aufschlagspiel von Beginn an gut zurechtkamen. Weiting geriet zunächst mit 0:2 Sätzen in Rückstand, zeigte dann aber eine beeindruckende Reaktion. Er stellte seine Taktik um, veränderte vor allem die Platzierung seiner Aufschläge und kam dadurch deutlich besser in die Partie.

Den dritten Satz gewann er klar. Auch im vierten Satz lag Weiting vorne, ehe es beim Stand von 9:9 zu einer unglücklichen Szene kam: Der Gegner machte einen Fehlaufschlag, der Schiedsrichter entschied jedoch auf Wiederholung. Weiting ließ sich davon zunächst nicht beirren und holte sogar noch den nächsten Punkt zum 10:9. Bei korrekter Wertung wäre der Satz damit bereits gewonnen gewesen und es wäre in den Entscheidungssatz gegangen.

Weiting war danach sehr enttäuscht. Zwar gewann er anschließend noch zwei weitere Gruppenspiele mit 3:0 und 3:1, doch die knappe Niederlage im Schlüsselspiel wirkte verständlicherweise noch nach. Vielleicht war es im Rückblick sogar ein kleiner Glücksfall, dass das nächste ganz große Duell erst am folgenden Tag wartete – denn da war Weiting wieder voll da.

Turnierfavorit gestoppt: Weitings bestes Spiel

Gegen den bis dahin ungeschlagenen Turnierfavoriten zeigte Weiting sein wohl bestes Spiel des Wochenendes.


Am nächsten Tag wartete mit einem Landeskaderspieler aus Bayern der bis dahin dominierende Spieler der Gruppe. Er stand zu diesem Zeitpunkt bei 6:0 Spielen und 18:3 Sätzen und galt als klarer Turnierfavorit.

Rein rechnerisch gab es für Weiting noch eine Chance auf einen der ersten beiden Gruppenplätze. Und genau daraus zog er noch einmal neue Motivation. Was dann folgte, war wohl sein bestes Spiel des gesamten Turniers.

Weiting spielte mutig, konzentriert und mit viel Tempo. Er führte mit 2:1 Sätzen und lag auch im vierten Satz vorne. Eine 9:5-Führung konnte er dort zwar nicht ins Ziel bringen, doch im fünften Satz ließ er seinem Gegner keine Chance mehr. Mit großem Kampfgeist, klarem Kopf und starkem Spiel gewann Weiting den Entscheidungssatz deutlich und setzte damit ein echtes Ausrufezeichen.

Dieses Spiel zeigte eindrucksvoll, was an diesem Wochenende möglich war. Weiting konnte nicht nur mithalten – er konnte auch einen der stärksten Spieler des Turniers schlagen.

Knapp am Halbfinale vorbei

Trotz dieses großen Sieges reichte es am Ende denkbar knapp nicht für das Halbfinale. Die beiden Spieler vor Weiting gewannen ihre letzten Einzel ebenfalls, sodass Weiting in seiner Gruppe auf Platz 3 landete.

Die besten Ballwechsel der Gruppenphase:

Damit spielte er anschließend um Platz 5.

Auch dieses Platzierungsspiel wurde noch einmal zu einem echten Krimi. Weiting führte mit 2:1 Sätzen, doch sein Gegner spielte ein sehr passives Abwehrsystem und brachte immer wieder einen Ball mehr zurück. Im fünften Satz sah zunächst alles nach einem klaren Sieg für Weiting aus: Schnell führte er mit 5:0. Doch auch dieses Spiel wurde noch einmal eng. Am Ende behielt Weiting die Nerven und beendete das Turnier so, wie er es begonnen hatte: mit einem direkten Aufschlagpunkt – diesmal zum 11:9. Damit sicherte er sich den 5. Platz beim Bundesfinale.

Platzierungsspiel um Platz 5 bei den “Deutschen” gegen Jonathan Wochnik (Landesmeister Niedersachsen):

Seine Gesamtbilanz: 7:2 Spiele. Ein Ergebnis, auf das Weiting, seine Familie, seine Trainer und die gesamte TGS Vorwärts sehr stolz sein können.

Platz 5 – und trotzdem war noch mehr möglich

Mit voller Körperspannung und großem Einsatz: Weiting kämpfte in Hannover um jeden Ball.

Natürlich bleibt nach so einem Turnier auch der Gedanke: Es war sogar noch mehr möglich. Die Leistungsdichte zwischen den besten Spielern war extrem hoch. Mit etwas mehr Spielglück, einem gewonnenen Satz mehr oder ohne die unglückliche Fehlentscheidung im Schlüsselspiel wäre auch das Halbfinale möglich gewesen – und damit ein Platz auf dem Podest.

Aber genau das zeigt auch, wie stark Weiting gespielt hat. Er war nicht einfach nur dabei. Er gehörte zu den besten Spielern des Bundesfinales und hat sich auf Augenhöhe mit der deutschen Spitze präsentiert.

Große Entwicklung in kurzer Zeit

Besonders erfreulich war die Entwicklung, die Weiting in den letzten Wochen und Monaten genommen hat. Schon bei den vorherigen Runden der mini-Meisterschaften war sein Talent deutlich zu erkennen. In Hannover zeigte er nun noch einmal einen klaren Schritt nach vorne: technisch, taktisch und mental.

Er spielte mit viel Körperspannung, kämpfte um jeden Ball und passte seine Taktik auch während der Spiele an. Gerade die Umstellung im Schlüsselspiel und die starke Leistung gegen den Turnierfavoriten zeigen, wie schnell er lernen und reagieren kann.

Auch sein Auftreten neben und auf dem Tisch passte zu diesem starken Wochenende. Auf dem Gruppenfoto aller Teilnehmer stand Weiting ganz oben in der Mitte – selbstbewusst, strahlend und fast schon in Siegerpose. Ein Bild, das bei unseren erwachsenen Mitgliedern im WhatsApp-Chat sofort für Begeisterung sorgte und sehr gut zu diesem besonderen Wochenende passt.

Fazit: Ein Ergebnis, das begeistert

Am Ende steht ein hervorragender 5. Platz beim Bundesfinale der Mini-Meisterschaften.

Wir sind mit diesem Ergebnis hochzufrieden. Noch wichtiger als die Platzierung ist aber die Art und Weise, wie Weiting gespielt hat: mutig, kämpferisch, technisch verbessert und mit einem Aufschlagspiel, das zu den Besten des gesamten Turniers gehörte.

Weiting hat die TGS Vorwärts Frankfurt in Hannover großartig vertreten. Herzlichen Glückwunsch zu diesem starken Ergebnis – und zu einer Entwicklung, die Lust auf mehr macht.